| Modellregion Prignitz |
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Im Jahr 1996 ging die Prignitzer Eisenbahn GmbH (PEG) an den Start. Zunächst als Subunternehmer der DB Regio AG wurden ab September 1996 alle Leistungen im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) zwischen Pritzwalk und Putlitz übernommen. Die knapp 20 km lange Schienenverbindung im Nordwesten Brandenburgs erlebte einen zweiten Frühling. Die Verwaltung der PEG zog in das Bahnhofsgebäude von Putlitz, der Lokschuppen auf dem dortigen Gelände nahm die Werkstatt auf. Durch die Übernahme weiterer Leistungen in der Region wuchs die Flotte an Schienenbussen (BR 798) stetig an. Der Einstieg in den Güterverkehr wurde wenig später vollzogen, die Kooperation mit regionalen Partnern auf diesem Feld begonnen. Die Gleiskapazitäten in Putlitz wurden u. a. für die Abstellung des schnell wachsenden Bestandes an Güterwagen benötigt. Zwar verlor die Strecke Pritzwalk – Putlitz im Dezember 2006 den SPNV durch die Abbestellung des Landes Brandenburgs, jedoch bedeutete dies nicht die Entwidmung der dortigen Gleisanlagen. Die PEG agiert seit Anfang 2004 auch als Eisenbahn-Infrastrukturunternehmen (EIU) und bewirtschaftet neben dieser Strecke zudem die eigene Verbindung Pritzwalk – Meyenburg – Karow (Meckl). Natürlich sind bislang keine Gleisanlagen demontiert worden – die Strecke Pritzwalk – Putlitz und insbesondere auch der vormalige Kleinbahnhof in Pritzwalk haben so noch dieselben Gleiskapazitäten wie Mitte der neunziger Jahre, sozusagen als Entwicklungspotential. Bezüglich der Einzelheiten zur PEG-Infrastruktur sei auf den Internetauftritt unter www.prignitzer-eisenbahn.de/gruppe/peg_is/ verwiesen. Auch wenn zwischenzeitlich die Güterverkehrsaktivitäten der Marke Prignitzer Eisenbahn komplett auf den vormaligen Kooperationspartner Eisenbahngesellschaft Potsdam mbH (EGP, http://www.eg-potsdam.de/) verlagert worden sind, hat sich an der Absicht, den regionalen Schienengüterverkehr zu stärken, nichts geändert. Ganz im Gegenteil, neue Erfolge konnten verzeichnet werden – auch ein Ergebnis des Umstandes, dass das regionale Personal und alle technischen Ressourcen der PE Cargo komplett auf die Eisenbahngesellschaft Potsdam mbH umgeklappt worden sind, sozusagen eine lückenlose Kontinuität auf hohem Niveau. Den komplementären Lkw-Verkehr in der Prignitz organisiert die TUL Agroservice GmbH (http://www.tul-agroservice.de/), die zusammen mit der PEG unter dem Namen Schienen-Infrastrukturgesellschaft Prignitz mbH (SIP) die Gleisanlagen der Ausweichanschlussstelle Falkenhagen (Prign) betreibt. Ganzzuglange Gleise ermöglichen hier den Umschlag der verschiedensten Güter. Technologisch sind die Entladung mittels Bagger oder Förderband genauso möglich wie in einen Tiefenbunker durch Gravitationskraft. Ein beachtlicher Lkw-Fuhrpark umfasst Fahrzeuge für die unterschiedlichsten Transportaufgaben. Diese drei Partner, PEG-Infrastruktur als EIU, die EGP als vor Ort tätiges EVU und die TUL als Spezialist für die Umschlags- und Verteilprozesse sind die Träger wie gleichermaßen Akteure der Initiative „Vorfahrt für den regionalen Schienengüterverkehr!“ in der Prignitz und angrenzenden Regionen. |
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